Allgemein Modetrends

Creepers – Die Geschichte der Kultschuhe

Wenn man sie sieht, fragt man sich im ersten Moment tatsächlich, wie man in diesen Schuhen laufen kann. Die Sohle sieht, dadurch dass sie so dick ist, sehr hart und steif aus. So ein kleines Etwas, wie jene von Frankenstein im Film. Aber wie man ja schon bei den Teds erleben durfte, sie sind sehr bequem und tanzen kann man in ihnen auch gut sogar. Die Rede ist von den Creepers. Die Schuhe, die bereits Elvis Presley besungen hat in dem Lied “Don’t step on my blue suede shoes“.

Maripé Slipper rosso

Hegos GEORGE Schnürer vernice/cuoio/genere

McQ Alexander McQueen Slipper tartan red

Hegos GEORGE Schnürer vernice/bordeaux/genere

Foto von flickr: katiecooperx (CC)

Creepers Modelle

Die Creepers, auch Brothel Creepers („Leisetreter“) genannt, sind Schuhe, die eine ganz besonders dicke Sohle besitzen, die aber sehr weich ist und aus Krepp. Eigentlich sind es ja Turnschuhe, die mit einer bis zu 5 cm dicken Sohle ausgestattet sind. Die Sohle ist durchgängig gestreift mit senkrecht verlaufenden Riefen. Die Creepers gibt es in zwei Ausführungen, entweder geschnürt oder sie sind mit einer einzelnen großen Schnalle versehen. Das Obermaterial besteht in der Regel aus gebürstetem Kalbsleder (suede), was sie eigentlich ziemlich empfindlich für Schmutz macht. Creepers sind meistens bunt oder aber in schwarz-weiß gehalten, aber der jetzige Trend ist eher schreiend bunt, uni in allen Farben oder in dem begehrten Leoparden Look.

Duffy Sportlicher Schnürer black

Costume National Schnürstiefelette black

Vagabond BERLIN Ankle Boot black

Minimarket PAIGE Schnürer black

Wo die Mode her kommt

Soldaten sind aus dem 2. Weltkrieg mit diesen „Brothel Creepers“ zurück in die Londoner Szene gekommen. Diese Schuhe haben sie in Nordafrika angepasst, das bedeutet sowohl an das Klima, als auch an die dortige Umgebung und Situation. Ägyptische Schuhmacher haben diese für militärische Einsätze hergestellt und bevor aus ihnen Halbschuhe wurden, waren es ursprünglich Stiefel. In den 50er Jahren waren diese Schuhe dann bei den Rockabilly Kids sehr beliebt und in den 70er Jahren wurden sie von Malcolm McLaren, der ehemals Partner von Vivian Westwood war, im „Let is Rock“-Shop verkauft. Auch in den Subkulturen, wie den Ska und Goth sowie Punk, wurden die Creepers gerne getragen. Aber mit Vorliebe sind es die Schuhe der Teds und ab und an auch von den Psycobillys. Aber das eher seltener.

Wie sich diese Mode entwickelt hat

Aus den einst dunkel grünen bis schwarzen Schuhen sind mit der Zeit immer interessantere Versionen geworden, materialtechnisch wie auch farblich. Die Schuhe haben immer mehr an Beliebtheit gewonnen und so hat sich auch das Outfit der Zeit angepasst. Sie wurden deutlich bunter und auch qualitativ wertvoller. Da der Retro Trend sich immer wieder in der Mode zu Wort meldet, ist es auch verständlich, dass es mit den Schuhen nicht anders ist. Es sind nicht nur die Plateaus immer wieder voll im Trend, sondern auch die Creepers.

Hegos BOYS Slipper vernice nero

Hegos NO REPLAY Schnürer cavallino rosa

Hegos JOHN Schnürer brown/white/tan

Hegos ROYAL COURT Schnürer nappa nero/bianco/argento

Der Trend 2013-2014

Die Creepers sehen sehr schick aus in ihrem jetzigen Look. Und das Schöne ist, sie passen auch zu allem. Ob zu Bundfaltenhosen oder zum Minirock, mit allem sind sie kombinierbar. Wenn man ein unifarbenes Outfit wählt, dann sind die knallig Bunten ein absolutes Highlight. Bei schönen bunten Outfits sind die uni Creepers angesagt und sehen in der Farbe zum Outfit oder auch im Leoparden Muster absolut trendy aus. Die Hauptsache ist, dass es Creepers sind, die im Herbst an den Damenfüßen für Aufsehen sorgen. Auch als Stiefel sehen diese Creepers mit der auffälligen Sohle im Herbst und Winter super gut aus und irgendwie sind sie auch lustig anzusehen diese Leisetreter. Auch heute noch sind Creepers in auf Jugendmode spezialisierten Läden erhältlich.

Titelfoto von flickr: Beth_Puttock (CC), Foto von flickr: katiecooperx (CC)

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