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Paisley-Muster – Das Musthave für den lässigen Boho-Look

Paisley-Muster in der Mode tauchen eigentlich immer wieder auf. Paisley hatte aber spezielle Trendzeiten und seit einigen Jahren werden diese Muster nun wieder besonders thematisiert und zeigen sich auffallend in den Kollektionen für Damen und Herren auch namhafter Couturiers. Das Paisley-Revival passt in den derzeit auch angesagten Boho-Style. Boho ist eine Mischung aus Elementen der Fashionideen aus Ethno, Gipsy und Independent-Rock. Boho leitet sich von der Bezeichnung Bohemian ab. Kontrastierende Kulturen und Stilrichtungen sind Inspiration für Outfits und besonders Mustermixe.

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Woher kommt das Paisley-Muster?

princess toadie (CC)Paisley, auch Persian Pickles genannt, ist ein abstrakt dekoratives, florales Ornament, das in seiner Ursprungsversion aus dem vor ungefähr 2000 Jahren existierenden persischen Sassanidenreich stammt. Es ist in seiner Grundform ein Blatt, das ein spitz gebogenes Ende hat und fast die Form eines Kommas aufweist. Über Indien wurde das Muster zuerst auch im 17. Jahrhundert in Großbritanien und schließlich weltweit verbreitete und erhielt seine Bezeichnung nach der schottischen Textilverarbeitungsstadt Paisley. Paisley-Dekor findet sich teils in konträren Kulturszenen. Einen Modetrend lieferte auch einmal Königin Victoria mit ihrem Interesse an teueren, gestickten Paisleytüchern aus Indien. Günstig industriegefertigte Web- und Druckware wurde dann in ganz Großbritanien hergestellt und wird auch in konservativen Kreisen verwendet.

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Paisley-Variationsmöglichkeiten

Wiederentdeckt wurde Paisley vor allem durch die Hippies in den 1960er und 1970er Jahren. Und er hat seither in der Independentszene weltweit einen Stellenwert im Fashionbereich, der mal mehr, mal weniger hoch ist. Vor allem in Los Angeles wurde eine ganze Musikszene in den 1980er Jahren nach dem Ornament benannt und mit Paisley-Underground bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Szene für  ljlphotograph (CC)hauptsächlich Insider, deren Bedeutung nach einem Jahrzehnt wieder zurückging. Jugendgangs in Los Angeles haben jedenfalls manchmal ein Bandana mit Paisley als Erkennungszeichen. Paisley passt nun derzeit gewagt und extravagant kombiniert in den fantasievollen und angesagten Boho-Look. Wird aber auch im etablierten, eleganten Modesektor und im Business Look verwendet und gehört nicht nur zum Casual- und Street-Style. Elegant und seriös wird das Dekor in der Regel etwas vorsichtig mit einfarbigen Kleidungsteilen kombiniert. Zu farbig schillerndem Paisley empfiehlt sich Schwarz, zu dunklem Musterprint hellere Farbtöne.

Couturiers gehen in ihren Kollektionen aber weitaus exzentrischere Verbindungen teils sogar mit anderen Designs ein, was dem Paisley ganz besonderen Reiz geben kann. Für Vorsichtige gilt eher, dass der dunkelste Ton des Patterndesigns als einfarbige Kombinationsmöglichkeit passt. Aufhellende Töne lassen sich im Sommer als Ergänzung gut verwenden. Doch im Grunde sind beim Kombinationsspiel mit Paisley keine engen Grenzen gesetzt. Wer es schrill und exotisch mag, kann riskante Outfits daraus kreieren oder besonders romantisch stylen. Paisley gibt es in vielen Farbschattierungen, aber er ist ursprünglich in unterschiedlichen Rottönen gehalten. Er wird nicht nur bei Kleidungsstücken designed, sondern wird auch stark bei Accessoires wie Schals, Krawatten und Tüchern eingesetzt.

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Modelabels und Paisley

In der Fashionszene haben in den vergangebenen Jahren die Labels D&G, Burberry, Etro und Gucci den Paisley mit in ihre Entwürfe integriert. Jüngst zeigten auch Stella McCartney, Raf Simons, Jil Sander, Isabel Marant, JW Anderson, Matthew Williamson, Paul & Joe, Emilio Pucci und Haider Ackermann ein Faible dafür. Auch bei Michael van der Ham, J.Crew, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Even&Odd, Pier One, Mexx, Signum, Edwin, Hawes & Curtis und anderen Fashionlabels unterschiedlicher Größenordnung taucht dieses Patterndesign mit auf. Die kleine, verspielte Musterform ist wieder einmal beliebt und wird von der Haute Couture und Prêt-à-Porter vorgeführt und in der ganzen Modebranche mit eingesetzt.

Bilder von Flickr: princess toadie (CC),  ljlphotograph (CC)

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